Einige Themen, die uns im Kurs 2003/2004 interessiert haben

Venusdurchgang 04

von Tim Schmahlfeldt

Finsternisse 04

von Tim Steinmetzger

Beobachtungsbericht zum Venustransit 04

Von Jonatan Hendrich und Nicolas Labonte

Cassini erreicht Saturn

von Kater Franzis

Nukleare Stromversorgung mit RTG

von Felix Schuck

Leben im Sonnensystem?

von Benjamin Gutmann

 

 

 


Finsternisse 04


 

Finsternisse im Jahr 2004:  Wie durchschnittlich üblich finden auch in diesem Jahr zwei Sonnenfinsternisse und zwei Mondfinsternisse statt. Die Sonnenfinsternisse sind beide nur partiell und zudem in Deutschland nicht sichtbar, sie werden daher hier nicht weiter besprochen. Wer unbedingt in die Antarktis fahren will, um eine Finsternis zu beobachten, sollte gegebenenfalls rechtzeitig auf einem russischen Eisbrecher anheuern! Anders verhält es sich mit den Mondfinsternissen, die beide gut zu beobachten sind.

 

Genauere Information zu den Mondfinsternissen:

 

Totale Mondfinsternis am 4. Mai: Da der Erdschatten recht groß ist, dauert eine Mondfinsternis sehr lange. Der Eintritt des Mondes in den Halbschatten der Erde ist kaum feststellbar, weil sich die sehr helle Mondscheibe dabei für das Auge kaum nennenswert verdunkelt. Erst beim Eintritt in den Kernschatten wird die Mondscheibe "angeknabbert", bis der Mond voll im Kernschatten verschwunden ist. Aber auch dann wird es nicht ganz dunkel: Die Mondscheibe leuchtet in einem geheimnisvollen, kupferfarbenen Licht. Vom Mond aus würde man nun die Erde als dunkle Scheibe vor der Sonne sehen, aber diese Scheibe hätte einen blendend hellen, orangefarbenen Saum, weil das Sonnenlicht von der Lufthülle der Erde wie bei einem irdischen Sonnenuntergang orange gefärbt wird. Dieser Anblick muss überwältigend schön sein, sicher werden ihn eines nicht zu fernen Tages Mondtouristen bewundern können! Das Bild links zeigt die kupferfarbene Mondscheibe der Finsternis vom November 2003, wie der Mond fast ganz im Kernschatten der Erde verschwunden ist. Der obere Rand des Mondes steckt tiefer im Kernschatten als der untere, und ist daher dunkler gefärbt.

Diese Finsternis findet in den Abendstunden des 4. Mai (also in der Nacht vom 4. Auf den 5.) statt. Der Beginn der Kernschattenphase ist 20.48 Uhr MESZ (Sommerzeit), das Ende 00.12 Uhr. Da der Mond den viel größeren Kernschatten der Erde nur am Rand durchläuft, wird auch im Maximum der Totalität um 22.30 Uhr ein Rand des Mondes heller im kupferfarbenen Licht leuchten als der andere, und die Länge der totalen Phase erreicht auch nicht das Maximum, das bei einem zentralen Durchgang durch den Erdschatten möglich wäre.

Totale Mondfinsternis am 28 Oktober: In den frühen Morgenstunden des 28. Oktobers wandert der Vollmond wieder einmal durch den Kernschatten der Erde. Die totale Phase beginnt um 05.04  MESZ (Sommerzeit) und die endet um 05.45 Uhr. Wer die Finsternis beobachten will, muss also früh aufstehen, und darf dann am Ende gleich in die Arbeit fahren (wäre nichts für mich)!
Wer übrigens den verfinsterten Mond auf Kleinbild fotografieren möchte, sollte eine Brennweite zwischen 1 m und 2 m verwenden. Soll jedoch der verfinsterte Mond vor dem umgebenden Sternfeld dargestellt werden, so ist eine merklich kürzere Brennweite sinnvoll.

Beobachtung der Finsternisse: Dieses Jahr hatten wir Pech. Bei der ersten Mondfinsternis war das Wetter schlecht. Bei der zweiten Finsternis kämpften wir mit dem "inneren Schweinehund", wer möchte schon um 5 Uhr in der Früh aufstehen? Wir blieben im Bett, und ließen uns in der Früh von den müde herumhängenden "Unverbesserlichen" berichten, dass das Wetter im entscheidenden Moment dann doch schlecht war......


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