Bildergalerie


Auf dieser Seite werden bis auf ganz wenige Ausnahmen nur Bilder vorgestellt, die im Rahmen der astronomischen Aktivitäten des Gymnasiums hergestellt wurden. Einige der Bilder sind auch an gehobenen Maßstäben gemessen sehr gut, Andere sind weniger perfekt, dennoch steckt hinter jedem der vorgestellten Bilder ein erheblicher Aufwand. Beispiel: Das erste Bild des Orion-Nebels wurde fast vier(!) Stunden belichtet. Dabei musste das Teleskop mit absoluter Präzision der Bewegung am Himmel nachgeführt werden. Da der Orion-Nebel nur im Winter zu beobachten ist, bedeutet das mehrere Stunden angestrengte Arbeit bei Temperaturen weit unter Null, und am Ende waren die gewonnenen Bilder aus verschiedenen Gründe nicht immer brauchbar, und das ganze Spiel begann von Neuem!

Der Orion-Nebel M42

Rosettennebel

NGC 2244

Pferdekopfnebel

B 33

Der Crab-Nebel M1

Der Hantelnebel

M27

M57 Ringnebel in der Leier

NGC 6543 Katzenauge

Planetarer Nebel

NGC 6826

Hale-Bopp und andere Kometen
Nebel

Planetare Nebel

Kometen

Der Planet

 Mars

Der Planet

Jupiter

Der Planet

Saturn

Die Galaxie

M104

Andromeda-Galaxie M31

Whirlpool Galaxie

 M51

Die Galaxien

 M81 und M 82

Die Galaxie

 M101

Die Galaxie

 NGC 4565

Planeten Galaxien

Sonne und

Merkur/Venus

Sonne im Wasserstoff-Licht
Sonnenfinsternis und Korona

Mond-

Finsternis

Der Mond

der Erde

Details auf

dem Mond

Regionen auf

dem Mond

Sternhaufen

 

Geräte und Kurstreffen

Sonne Der  Mond Sternhaufen Sonstiges

 


Nebel


Der Orionnebel: Das erste Bild des Nebels ist qualitativ viel schlechter als die neuen Bilder mit neuer Technik. Es entstand unter abenteuerlichen Bedingungen, und hat so auch seinen ganz besonderen Wert. Verwendet wurde eine Brennweite von 2m und Kleinbildfilm. Die Belichtungszeit betrug sagenhafte 4 Stunden in einer kalten Nacht, wobei das Teleskop extrem genau der Wanderung des Nebels am Himmel nachgeführt werden musste! Der 1700 Lj entfernte Orionnebel kann in einer extrem klaren Nacht schon mit bloßem Auge im Schwert des Orion gesehen werden. Er setzt sich zu 60% aus Wasserstoff, zu 38% aus Helium und zu 2% aus staubförmigen Bestandteilen zusammen, wobei der auf Fotos heller sichtbare Bereich einen Durchmesser von 30-50 Lichtjahren besitzt. Innerhalb eines Bereichs von nur 5 Bogenminuten stehen im Nebelzentrum 300 junge, helle Sterne, deren intensive UV-Strahlung das Wasserstoffgas in der Wolke auf über 10 000°C aufheizt, und es zum Leuchten anregt. Das rote Licht des Nebels wird durch die die Hα- Linie des Wasserstoffs erzeugt.

Vielleicht entsteht in den nächsten Jahrmilliarden sogar intelligentes Leben auf einem der zahlreichen Planetensysteme, die sich heute aus den dunklen Staubscheiben bilden, der Rest des Nebels wird dann durch den Druck des Sternenwindes in alle Richtungen zerstoben sein!

Kernbereich des Orionnebels: Im vorigen Bild des Orion-Nebels ist durch die lange Belichtung der innere Bereich des Nebels total überbelichtet, und völlig weiß. Durch die lange Belichtung kommen die äußeren Teile des Nebels jedoch gut zur Geltung (Das Bild wurde 4 Stunden auf Kleinbildfilm belichtet). Wie der Kernbereich aussieht, zeigt das zweite Bild. Es wurde mit einer Video-Kamera mit einer speziellen Technik aufgenommen. Weil der CCD-Chip der Kamera eine viel kleinere Fläche als der Kleinbildfilm hat, zeigt das Bild nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus dem großen Foto oben. Gegenüber dem vorigen Bild ist das Bild des Kernbereichs um 90° nach rechts gedreht. Die drei hellen Sterne, die unten in einer Reihe stehen, sind in dem vorigen Bild rechts von dem weißen Bereich gerade noch erkennbar.

Die vier hellen Sterne in der Mitte des Bildes bilden das so genannte "Trapez" oder "Herz" des Orion-Nebels, und gehören zu den oben erwähnten 300 jungen, sehr heißen Sonnen. Wegen ihres großen Energieverbrauchs werden dies Sterne nicht annähernd so lange Leben wie unsere Sonne, und bereits nach einigen hundert millionen Jahren explodieren!

Orionnebel mit Running-Man-Nebel: Wie schnell die Technik voranschreitet zeigt das Bild des Orionnebels, welches unten links angeboten wird. Das Bild ist für Amateure eine ganz hervorragende Leistung, wenn man bedenkt, dass es lediglich mit einer Videokamera(!) aufgenommen wurde. Wir benutzten eine Optik mit kurzer Brennweite (eine Spiegeloptik vom Flohmarkt mit 500mm Brennweite), die auf das Fernrohr "aufgesattelt" wurde. Es entstanden aus vier Videos von jeweils 15min Dauer vier Bilder, die Bilder wurden dann zu einem Mosaik zusammengesetzt und mit Farbinformation aus älteren Bildern versehen. Um die Überbelichtung durch die extrem hellen Trapezsterne zu beseitigen, wurde noch ein kurz belichtetes Video des Kernbereichs angefertigt, und in der Bildmitte "weich" eingefügt. Links oben sieht man auch noch den blauen Running-Man-Nebel, der schwarze Innenbereich sieht aus wie eine nach links unten laufende, gespenstische Figur. Die Aufnahme ist so gut gelungen, dass sie vom Händler der Video-Kamera als Werbung verwendet wird........

Orionnebel mal ganz grün: Bei Astronomen gibt es immer wieder Streit, wie ein Objekt "wirklich" aussieht. Anlässlich einer diesbezüglichen Diskussion im Internet habe wir in Zusammenarbeit mit den Hobbyastronomen Jan Fremerey einmal ein Bild am Computer so bearbeitet, dass der mit dem Auge gesehene Farbeindruck herauskommt. Das Bild zeigt auch von Größe und Helligkeit her ungefähr den Bereich, der mit dem Auge am Teleskop sichtbar ist. Es gibt allerdings sehr viele Menschen, die bei der geringen Helligkeit am Fernrohr überhaupt keine Farbe sehen, für diese Menschen erscheint der Nebel nur in Grautönen. Was wir auf dem Bild nicht ohne Probleme darstellen konnten, sind die nadelfeinen Sternpunkte, die man im Fernrohr sieht, auf allen Astrofotos sind die Sterne bedingt durch Überbelichtung mehr oder weniger stark aufgeblähte, dicke Flecken, was den Bildeindruck deutlich verändert. Wer nun meint, mit immer größeren Teleskopen könne man immer hellere Bilder erzeugen, um dann auch die Farben der Fotos zu sehen, der irrt. Ab einer gewissen Fernrohrgröße ist der Durchmesser des aus dem Okular austretenden Strahls so groß, dass er nicht mehr in die Pupille des Auges passt, und das zusätzliche Licht verloren geht. Diese Grenze ist schon bei mittelgroßen Amateurgeräten erreicht. Warum das Auge die Farben so anders sieht als auf den Fotos ist eine interessante Frage, in die viel Physiologie und Physik hineinspielt, vielleicht reden wir mal später darüber......

Pferdekopfnebel B33: Eine der schönsten Erscheinungen am nördlichen Sternhimmel ist zweifellos der mit dem Auge nicht sichtbare Pferdekopfnebel B33 im Sternbild Orion. Im Fernrohr sieht man dieses Gebilde nur in sehr klaren Nächten, wenn sich das Auge voll an die Dunkelheit adaptiert hat, jedoch ohne Farben. Der "Pferdekopf" ist ein ca. 3 Lj durchmessender Auswuchs eines riesigen Dunkelnebels, der etwa 1000 Lj von der Erde entfernt ist. Diese Wolke aus Staub und Gasmolekülen wird von dem extrem heißen Stern Sigma Orionis beleuchtet, dessen Strahlung die Molekülwolke "verdampft", und zum roten Leuchten anregt.  Der pferdekopfförmige Auswuchs dieser Wolke dreht sich übrigens mit ca. 22km/s, und wird daher sein typisches Aussehen mit der Zeit verlieren, auch wenn es dann keine Menschen mehr gibt, die ihn beobachten!

Rosettennebel NGC2244: Der Nebel im Sternbild Monoceros (Einhorn) ist etwa 5200 Lichtjahre von der Erde entfernt, und grob 130 Lichtjahre im Durchmesser. In seinem Inneren steht ein offener Sternhaufen, dessen Sterne sich aus dem Material des Nebels gebildet haben. Diese teils sehr heißen O und B-Sterne regen den Wasserstoff zum roten Leuchten an, und erhitzen das Gas teilweise bis auf 6 Millionen Grad. Vermutlich bläst die heiße Strahlung das Gas aus dem Innenbereich heraus, und erzeugt so das "Loch" im Zentralbereich. Dabei wird die umliegende Materie komprimiert, was wiederum zu verstärkter Sternbildung führt. Der Nebel ist nur bei sehr dunklem Himmel unter besten Bedingungen mit einem Fernglas zu sehen, für ein Fernrohr ist er mit nahezu drei Monddurchmessern schon fast zu groß.

 

Dieses erste Bild des Orionnebels ist unter abenteuerlichen Bedingungen erstanden: Die Belichtungszeit betrug 4 Stunden, wobei das Teleskop ständig mit hoher Präzision nachgeführt werden musste!

Dieses Bild des Orionnebels steht in direkter Konkurrenz zu unserem ersten Bild links. Es entstand unter viel weniger dramatischen Umständen mittels modernerer Technik (Video) und mit einer viel kleineren Optik!

Dieses Bild haben wir von Michael Bauer, einem ehemaligen Kursteilnehmer erhalten. Es zeigt den Orionnebel im Schwert des Orions, so wie er in einem Fernglas aussehen würde.

Dieses Bild zeigt nur den Kernbereich des Nebels, und ist gegen das Bild links um 90° nach rechts gedreht. Die wolkige Struktur des Nebels ist gut zu erkennen, ebenso die vier hellen Trapezsterne.

Dieses Bild ist unser bisher bestes Bild von Orionnebel. Es zeigt links oben auch den "Running Man Nebel", der wegen der Form der inneren dunklen Struktur so heißt. Weitere Info oben im Text!

Dieses Bild zeigt den Orionnebel so, wie man ihn im Teleskop visuell sieht, falls man in der Lage ist, auch bei geringer Helligkeit noch Farbe zu erkennen, kann man das nicht, so erscheint der Nebel nur in Graustufen.

Der Rosettennebel ist ein recht großes Objekt, das mit einem guten Fernglas unter besten Bedingungen sichtbar wird. Dieses Bild hat Michael Bauer mit einem kleinen Fernrohr und einer CCD-Kamera gemacht.

Der Pferdekopfnebel B33 ist nicht einfach zu fotografieren, weil er recht lichtschwach ist. Wir haben viele hundert Bilder einer Videokamera überlagert, und dann Farbinformation dazu gegeben.

 

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Planetare Nebel


Der Ringnebel M57 in der Leier ist der bekannteste planetarische Nebel. Mit einer Entfernung von 2000 Lj liegt er fast vor unserer Haustüre. Es ist die Gashülle eines vor 20 000 Jahren explodierten Sterns, die sich mit hoher Geschwindigkeit im Raum ausbreitet (40km/s). Im Zentrum ist als Überrest der Explosion ein weißer Zwerg zu finden, der mit seiner hohen Oberflächentemperatur von 70 000 Grad UV-Strahlung aussendet, die den Nebel zum Leuchten anregt. Die Videoaufnahme erfolgte mit einem C14 bei 4m Brennweite unter schlechten Bedingungen. Die Farbe des Ringnebels und der Zentralstern sind mit dem Auge erst sichtbar, wenn die Öffnung des Teleskops 30cm erreicht, mit dem C14 haben wir den Ringnebel im Gebirge (Sudelfeld) unter guten Bedingungen schön mit Farbe und Zentralstern gesehen, die Sterne sind dabei nadelfeine Pünktchen, und nicht wie im Foto durch Luftunruhe und Überbelichtung "aufgeblasene" Flecken. Das farbige Bild des Ringnebels entstand mehrere Jahre nach dem s/w-Bild bei ruhigerer Luft mit einem kleineren Teleskop, und zeigt mehr Details.

Katzenauge NGC 6543: Dieser Nebel hat einen Durchmesser von ca. 0,3 Lichtjahren, ist etwa 3600 Lichtjahre von unserer Sonne entfernt, und erscheint im Fernrohr als winzig kleines blau-grünes Wölkchen mit einem nadelfeinen Zentralstern. Strukturen sind nur schwer zu erkennen, da das Objekt im visuellen Durchmesser nur ca. 18" beträgt, das ist weniger, als das kleine Scheibchen eines Planeten. Wie klein der Nebel ist, erkennt man auch daran, dass im Bildausschnitt kein einziger weiterer Stern zu sehen ist! Das Bild wurde unter sehr schlechten Bedingungen mit einer Videokamera am C14 bei einer Teleskopbrennweite von satten 8m bei 35cm Öffnung aufgenommen.

Blinking Eye Nebel NGC 6826: Dieser Nebel hat im Fernrohr einen scheinbaren Durchmesser von ca. 0,6 Bogenminuten, das ist nur etwa 1/50 des Monddurchmessers, er ist daher erst in einem größeren Fernrohr strukturiert zu sehen. Er ist etwa 2200 Lichtjahre von unserer Sonne entfernt, und erscheint im Fernrohr wie auch andere ähnliche Nebel als kleine grün-blaue "Wolke" mit einem (relativ gesehen) sehr hellen Zentralstern. Der äußere Bereich besteht aus Gas, das zu Beginndes Zerfallsprozesses vom Zentralstern ausgestoßen wurde, später gefolgt von einem heißen Sternwind, der die innen sichtbare, heiße Gasblase erzeugte. An beiden "Enden" gibt es Flares, deren Herkunft wohl noch nicht ganz geklärt ist.

Hantelnebel M27: Die Entfernung von unserer Sonne beträgt nur ca. 1000 Lichtjahre, zusätzlich ist der Nebel größer als der Ringnebel, so erscheint er im Fernrohr etwa 4x größer als der Ringnebel und ca. 24x größer als das Katzenauge, was auch an den vielen Sternen im Bildausschnitt zu erkennen ist. Der Nebel hat einen Durchmesser von über 2 Lichtjahren, und ist ca. 50 000 Jahre alt. Der explodierte Stern ist in der Mitte als weißer Zwerg mit einer Oberflächentemperatur von ungefähr 85 000 Grad zu erkennen. Zur Aufnahme wurden 25cm Öffnung bei ca. 1m Brennweite verwendet.

Der Crab-Nebel M1 im Sternbild Stier ist der Überrest einer Supernova aus dem Jahre 1054. Sterne, die eine gewisse Größe überschreiten, können nicht "gesittet" explodieren, sondern werden geradezu zerfetzt.  Noch heute dehnt sich die Gaswolke mit ca. 1000 km pro Sekunde aus! M1 ist etwa 6000 Lichtjahre von der Erde entfernt, und hat einen ungefähren Durchmesser von 8 Lj. Im Fernrohr erscheint M1 etwa so groß wie M27, obwohl er sechsmal weiter weg steht.  Der explodierte Stern im Zentrum wird nicht nur zum weißen Zwerg, sondern kollabiert wegen seiner großen Masse zu einem Neutronenstern, dessen Materie so dicht ist, dass in einem Fingerhut das ganze Zugspitzmassiv Platz finden würde. Zur Aufnahme wurden 30cm Öffnung bei ca. 1m Brennweite und Videotechnik verwendet. Die Farbinformation stammt aus einer (für sich alleine) unbrauchbaren Aufnahme einer Digitalkamera, und wurde im LRGB-Verfahren in das Videobild eingefügt.

Erstaunlich ist, was die Videokamera bei den Nebeln selbst unter schlechten Bedingungen leistet. Im kleinen Fernrohr sieht man nur bleiche, lichtschwache Gebilde, die nicht einfach zu fotografieren sind. Auf den Videoaufnahmen ist daher auch fast nichts zu sehen, erst eine raffinierte und aufwendige die digitale Bildverarbeitung "zaubert" die schönen Bilde hervor, wenn man es nicht selbst gemacht hätte, würde man es nicht glauben! Als Beispiel unbedingt einmal hier nachschauen! Das Foto von M1 ist allerdings die absolute Grenze von dem, was wir mit unserer Videokamera momentan aufnehmen können!

 

Der Ringnebel M57 in der Leier wurde wie alle unsere planetaren Nebel mit einer Videokamera aufgenommen, wegen der geringen Lichtstärke wurde dabei ein relativ großes Teleskop verwendet.

Der Ringnebel M57 in Farbe: Auch hier wurde die Farbe einer schlechten Farbaufnahme mit dem recht guten s/w Bild der Videokamera zusammengeführt. Die Aufnahmebedingungen waren hier besser als im s/w-Bild links.

Der Crab-Nebel M1 ist der Überrest einer im Jahre 1054 aufgeleuchteten Supernova. Er ist im Fernrohr nicht sehr hell, und daher auch nicht ganz einfach zu fotografieren. Nun ist es uns aber doch gelungen!

Ein interessanter Versuch: Unser Bild von M27 ist gut, aber nicht farbig. Ein Bild von M. Bauer war zwar farbig aber sonst nicht so gut. Wir haben  dem Bild die Farbinformation entzogen, und in unser Bild eingefügt.

Der Katzenaugen-Nebel NGC 6543 ist hell aber klein. Im starken Fernrohr erscheint er als winziges blau-grünes Wölkchen mit einem nadelfeinen Zentralstern, hier durch Luftunruhe stark verschmiert.

Der Planetare Nebel NGC6826 im Sternbild Schwan ist im Fernrohr ein sehr kleines, aber noch genügend helles Objekt, mit interessanten Strukturen und einem (hier durch Luftunruhe vergrößerten) punktförmigen Zentralstern.

 

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Galaxien


Andromeda-Galaxie M31: Der Kernbereich der riesigen Galaxie M 31 ist in klaren Herbstnächten mit bloßem Auge erkennbar. Mit einer Ausdehnung von ca. 3° (das sind etwa 6 Vollmonddurchmesser) ist das Objekt für das Fernrohr zu groß. Ein lichtstarker Feldstecher liefert oft ein besseres Bild.

M 31 ist der nächste große Nachbar unserer Milchstraße. Wir sehen die um 16° gegen die Sichtlinie geneigte Andromeda- Galaxie so, wie sie vor 2,2 Mio. Jahren war. Ihr Durchmesser ist ca. 120 000 Lj und ihre Masse beträgt etwa 400 Mrd. Sonnenmassen. Das Licht des Südrandes ist also 120 000 Jahre älter als das der Nordkante. Auf dem Foto sind die kleinen Begleitgalaxien (M 32 und der isoliert stehende Nebel NGC 205) gut sichtbar. Die im Vordergrund des Bildes befindlichen Sterne gehören noch zu unserer Milchstraße. Unser Milchstrasse und der Andromeda-Nebel sind sich sehr ähnlich. Lebewesen in der Andromeda-Galaxie sehen unsere Milchstrasse so, wie wir ihre Glaxie sehen!

Die Galaxien M81 und M82 und M101: Diese Galaxien stehen alle im Sternbild großer Bär bzw. großer Wagen. Unser erstes Bild von M82 war eigentlich nicht zum Vorzeigen, aber wir haben es durch ein neues Bild ersetzt. Auch das neue Bild entstand unter extrem schlechten Bedingungen, ist aber dennoch brauchbar. M82 ist ein recht lichtschwaches Objekt, zwar eine riesige Galaxie wie der Andromedanebel, aber viel weiter weg, und daher sehr dunkel. Im Fernrohr sieht man gegen den aufgehellten Himmel im Stadtrandbereich nicht annähernd das, was man auf diesem Bild sieht.  Man erkennt schön die fast seitliche Lage der mit hellen und dunklen Staubwolken durchsetzten Sternenscheibe, für eine Videokamera eine erstaunliche Leistung, und nur durch Anwendung einer raffinierten Computerauswertung möglich. Das Bild von M81 entstand unter deutlich besseren Bedingungen. Diese Galaxie sieht man mehr in der Aufsicht, die Scheibenstruktur ist daher besser zu erkennen als bei M82. Noch schöner ist die Scheibenform bei M101 (Bild von Michael Bauer, von uns mit Farbe versehen) zu erkennen, weil man in voller Aufsicht auf diese Galaxie schaut. Beim Betrachten sollte man immer wieder daran denken: In einer einzigen dieser unscheinbaren Scheiben stehen 100.000.000.000 Sonnen, und von diese Scheiben gibt es ebenfalls 100.000.000.000 im Universum, was zu einer Zahl von 10.000.000.000.000.000.000.000 Sternen im Universum führt! Die Farbe zeigt schön die roten Wasserstoff-Gebiete mit reger Sternentstehung.

Die Galaxie M104 im Sternbild Jungfrau ist eine der schönsten Galaxien. Wegen der eigenartigen Form heißt sie auch "Sombrero Galaxie". Die Fotografie ist recht schwierig, M104 steht im Frühling am südlichen Himmel, erreicht aber keine große Höhe über dem Horizont. Daher sollte die Durchsicht gut und die Luftunruhe gering sein. Ebenso darf kein Mond scheinen, damit der Himmel nicht zu hell ist. Wir hatten bei unserer Aufnahme am 14.04.04 eher mäßige Bedingungen, und freuen uns über das dennoch hervorragende Bild. Die größte Ausdehnung der Galaxie am Himmel ist nur 1/4 des Monddurchmessers, im kleineren Fernrohr ist nur ein heller Fleck mit einer Andeutung des Staubrings zu sehen, den man auf der Aufnahme markant bewundern kann.

Die Galaxie M51 im Sternbild großer Wagen ist eine der bekanntesten Objekte am Himmel. Wegen ihrer Form heißt sie auch Whirlpool-Galaxie. In Wirklichkeit handelt es sich um zwei Galaxien, die kleinere heißt NGC5195, die sich vor einigen hundert Millionen Jahren sehr nahe gekommen sind. Dadurch wurde eine Welle der Sternentstehung in M51 ausgelöst, die die Spiralarme durch eine Vielzahl heller, junger Sterne besonders gut sichtbar macht. Die Objekte sind etwa 31 Millionen Lichtjahre von uns entfernt, und NGC5195 bewegt sich um 140km/h schneller von uns weg, als M51.

Die Galaxie M33 im Sternbild Triangulum ist neben der Milchstrasse und dem Andromedanebel die drittgrößte Galaxie der lokalen Gruppe. M33 hat ungefähr den halben Durchmesser der Milchstrasse, und ist nach neueren Messungen ungefähr 3 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt. Am Himmel ist die Größe über zwei Vollmonddurchmesser! Dennoch ist die Galaxie nur unter besten Bedingungen ganz knapp mit dem Auge zu erkennen, und damit vermutlich das entfernteste Objekt für das bloße Auge. M33 nähert sich der Milchstrasse mit 24 km/s, und ist vermutlich auch mit dem Andromedanebel gravitativ verbunden. Im Fernrohr ist die Galaxie wegen der geringen Flächenhelligkeit kaum zu sehen, sie ist eher ein dankbares Objekt für ein gutes Fernglas.

Die Galaxie NGC4565 im Sternbild Coma Berenices ist eine der schönsten Galaxien in Kantensicht (Edge-On-Galaxie). Die scheinbare Größe am Himmel beträgt grob 15 x 2 Bogenminuten (also in der langen Achse nur die Hälfte des Monddurchmessers), die Angaben für die Entfernung schwanken zwischen 30 und 50 Millionen Lichtjahren. NGC4565 steht in gravitativer Wechselwirkung zu benachbarten Galaxien, eine leichte Unsymmetrie ist eventuell darauf zurückzuführen. Im Fernrohr ein sehr lichtschwaches Objekt, das erst auf länger belichteten Fotos sein ausgeprägtes Staubband zeigt.

 

M31 lässt sich wegen der Größe mit einem Fernrohr kaum fotografieren. Wir griffen zum Kleinbildfilm und einem Spiegel-Teleobjektiv mit 50cm Brennweite, das auf ein Fernrohr aufgesattelt und so nachgeführt wurde.

M104 ist wegen der eigenartigen Form eins der schönsten Objekte im Weltall.  Der innere Kern der Galaxie ist auf dieser Aufnahme stark überbelichtet, damit die markanten Staubänder besser hervortreten.

M51 ist eine der bekanntesten Galaxien. Sie ist mit einer zweiten Galaxie in Berührung gekommen, wobei sich eine Materiebrücke zwischen den beiden Galaxien, die sich nun wieder voneinander entfernen, gebildet hat.

M81 steht mit M82 dicht zusammen, ist aber eher in der Aufsicht zu sehen. Ein solches Objekt ist zwar relativ groß, aber sehr lichtschwach, und daher selbst im Fernrohr mit dem Auge kaum zu erkennen.

Die Galaxie M82 ist wie M31 auch ein riesiges Gebilde, aber viel weiter weg, und so lichtschwach, dass sie in einem kleinen Teleskop mit dem Auge kaum noch zu erkennen ist.

M101 steht mit M82 und M81 im großen Bären bzw. großen Wagen. Auf die Scheibe von M101 schaut man fast exakt in der Aufsicht. Wenn die Galaxie mit dem Auge sichtbar wäre, wäre sie so groß wie der Vollmond.

Die Galaxie NGC 4565 im Sternbild Coma Berenices zeigt im seitlichen Anblick schön den verdickten Kernbereich (Bulge), und besonders schön ausgeprägte Staubbänder.

Die Galaxie M33 im Sternbild Triangulum zeigt ihre volle Fläche. Sie ist recht groß, erkennbar an den vielen Sternen im Vordergrund, besitzt aber eine recht eigenartige Form.

 

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Sternhaufen


Kugelsternhaufen sind ganz phantastische Gebilde! In einem Bereich von nur 150 Lj drängen sich 1 Millionen Sterne, zum Zentrum hin so dicht, dass sie im Fernrohr nicht mehr in einzelne Sterne aufgelöst werden können, das ist eine 10 000 mal höhere Sterndichte als im Bereich unserer Sonne! Kugelsternhaufen liegen in dem kugelförmigen Bereich oberhalb und unterhalb unserer Milchstrasse, im sogenannten "Halo". M13 ist z.B. 23 000 Lj von uns entfernt. Kugelhaufen gehören zu den ältesten im Universum beobachteten Gebilden, sie sind mit über 10 Milliarden Jahren mindestens doppelt so alt wie unsere Sonne. Kugelhaufen sind sehr stabil, obwohl sie immer wieder durch die Ebene der Milchstrasse hindurchpendeln, verändern sie sich dabei kaum.

Offene Sternhaufen bestehen aus eher unregelmäßigen Ansammlungen von Sternen die in der Ebene der Milchstrasse liegen, und sehen nicht so spektakulär aus wie die Kugelsternhaufen. Einige offene Sternhaufen sind im Fernrohr relativ groß, Musterbeispiel ist das Sternbild der Plejaden, das wie ein kleiner "Wagen" in grob Vollmondgröße am Himmel steht. Mit dem Auge sieht man nur 7 helle Sterne, obwohl der Haufen aus ca. 300 Sternen besteht. Die 70 Millionen Jahre alten Plejaden sind mit 400Lj der uns am nächsten stehende Sternhaufen.

Im lichtstarken Fernrohr bieten Sternhaufen bei richtig dunklem Himmel und hoher Vergrößerung einen geradezu atemberaubenden Anblick, ein wie tausend Diamanten funkelndes Gebilde hebt sich gegen einen pechschwarzen Hintergrund ab! Einen kleinen Eindruck davon sollen diese Bilder vermitteln, die wir mit einer Videokamera durch Überlagerung von vielen Einzelbildern gewonnen haben. Die Aufnahme von Sternhaufen mit der Videokamera ist nicht einfach. Die Haufen sind zwar hell genug, aber es ist nicht einfach, das Fernrohr während der langen Belichtung so genau nachzuführen, dass die Sternbilder schön "rund" bleiben!

 

M3 ist ein im Sommer sichtbarer Kugel-sternhaufen im Sternbild der Jagdhunde. Die Entfernung beträgt ungefähr 30000Lj, und er erscheint ca. 10 Bogensekunden groß (etwa 1/3 Monddurchmesser).

M13 Ist einer der bekanntesten Kugelstern-haufen am Nordhimmel im Sternbild Herkules, 25000Lj entfernt, im Fernglas nur als Nebel zu sehen, ist er im guten Fernrohr zumindest am Rand in Einzelsterne aufgelöst.

M15  im Sternbild Pegasus ist ebenfalls ein imposanter Anblick. Die Entfernung  beträgt 30000Lj. Das Bild wurde bei geringerer Vergrößerung aufgenommen, und zeigt auch das sonst sternfreie Umfeld im Halo.

M45 Plejaden ist ein offener Sternhaufen mit ca. 300 Sternen. Auffällig ist der blaue Nebel zwischen den Sternen, restliche Materie des Haufens reflektiert das blaue Licht der jungen, heißen Sterne (Reflexionsnebel).

 

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Kometen


Das Bild des Kometen Hale-Bopp wurde auf Kleinbildfilm mit einer 500mm Spiegeloptik aufgenommen, die mittels Fernrohr nachgeführt wurde. Die Belichtungszeit betrug 30 Minuten. April 97 passierte Hale Bopp mit 158 000 km/h in 137 000 000 km die Sonne, sein Schweif war 100 000 000 km lang, seine Koma hatte 150 000 km Durchmesser, und interessante, spiralförmige Strukturen. Der ca. 50 km große Kern verlor pro Sekunde 1000 t Staub und 120 t Wasser. Er kam der Erde mit 197 Millionen km nicht sehr nahe, war aber absolut gesehen der drittgrößte Komet aller Zeiten. Wäre Hale Bopp der Erde so nahe gekommen wie kurz zuvor der Komet Hyakutake, so wäre er selbst am hellen Tage zu sehen gewesen, und hätte enormen Wirbel ausgelöst. Das man auch mit einer ganz normalen Kamera und ganz ohne Fernrohr sehr schöne Astro-Bilder machen kann, zeigen die beiden Fotos von Hale Bopp am Wilden Kaiser. Die Bilder verdanken wir dem Astrofotografen Michael Paur.

Das Bild des Kometen Machholz entstand am 07.01.05 bei dichtester Annäherung des Kometen an die Erde mit Video-Technik. Der Komet war ohne Fernrohr als kleines Wölkchen schwach zu sehen. Einen Schweif zeigten nur lang belichtete Aufnahmen. Der Komet bewegte sich sehr schnell, deshalb sind auch die Sterne auf dem Bild als Striche abgebildet. Solche Kometen sind häufiger am Himmel sichtbar (oft nur mit dem Fernrohr oder Fernglas). Man sollte sich aber nicht täuschen lassen, ein direkter Treffer auf die Erde ist zwar sehr unwahrscheinlich, aber tödlich: Ein nur 5km großer Komet würde eine Energie von 25 000 000 Megatonnen TNT freisetzen, die Menschheit würde einen solchen Einschlag kaum überleben!

Das Bild des Kometen Mc Naught entstand am 11.01.07 kurz vor der dichtesten Annäherung des Kometen an die Sonne. Der zuvor nicht sehr spektakuläre Komet überraschte einige Tage zuvor mit einem plötzlichen, unerwartet heftigen Helligkeitsausbruch. Durch die starke Erwärmung in Sonnennähe wurden offensichtlich große Gas und Staubmengen freigesetzt. Der Komet war aber danach am Nordhimmel leider nur noch kurz zu sehen, seine Helligkeit war so extrem angestiegen, dass er auch bei hellem Tageslicht am blauen Himmel zu sehen war. Er wurde daher völlig unerwartet zu einem Jahrhundert-Ereignis, das leider viele Beobachter verschlafen haben, so auch wir. Wir freuen uns daher über das schöne Bild von Wolfgang Ransburg, das mit einer Digitalkamera am Abend kurz nach Sonnenuntergang aufgenommen wurde.

 

Hale-Bopp ist einer der spektakulärsten Kometen aller Zeiten gewesen. Auf dem Bild sieht man die beiden Schweife. Blau ist der Gasschweif, der von der Sonne weg zeigt, weiß ist der Staubschweif.

Komet Machholz wurde im April 2004 entdeckt. Das Bild entstand am 07.01.05 bei größter Annäherung an die Erde. Machholz ist ein Beispiel für einen kleinen, wenig spektakulären Kometen ohne hellen Schweif.

Hale-Bopp hinter dem Wilden Kaiser am Abend des 07.04.97, aufgenommen mit 50mm Normalobjektiv eine Minute auf Kleinbildfilm belichtet. Fotograf war Michael Paur

Hale-Bopp über Kitzbühel am Wilden Kaiser, aufgenommen am Abend des 09.03.97 mit 50mm Objektiv und einer ganz normalen Kleinbildkamera. Belichtet wurde nur 20 Sekunden. Fotograf war Michael Paur.

Als er richtig hell wurde, stand der Komet Mc Naught leider schon sehr dicht an der Sonne. Dieses sehr schöne Bild der Abendstimmung vom 11.01.07 verdanken wir Wolfgang Ransburg

 

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Der Planet Mars


Der Mars ist ein sehr interessanter Planet mit Wüsten, Polkappen. Sandstürmen und Wolken. Leider ist der Planet sehr klein, und  daher nicht einfach zu fotografieren. Alle zwei Jahre kommt er der Erde besonders nahe (Marsopposition). Die ersten Bilder von 2001 zeigten kaum Struktur, der Mars stand sehr dicht am Horizont (-26,5° unter dem Himmelsäquator), was gute Aufnahmen stark erschwert. 2003 stand der Mars kaum günstiger (-15,8°), aber besonders dicht an der Erde, was zu einer Größe von 25" führte. Unsere neue Fototechnik mit Webcam und Computerbearbeitung brachte schon recht schöne Ergebnisse. Wir haben daher die Bilder von 2001 durch die von 2003 ersetzt! Genauere Informationen über die Marsoppositionen 2003  befinden sich an dieser Stelle. Die Opposition 2005 war vorerst die letzte in Europa gut sichtbare Opposition, der Planet war zwar nur noch 20" groß, stand dafür aber mit +15,9° über dem Himmelsäquator um 31° höher am Himmel als 2003. Im Jahr 2007 steht der Mars zwar auch recht hoch, er ist jedoch deutlich kleiner, und in vielen Folgejahren ist auch kein Blumentopf zu gewinnen.

Opposition 2005: Vorerst letzte gute Möglichkeit! Aus dem oben genannten Grund wurde 2005 mit großer Energie beobachtet: zu Beginn waren Aufnahmen erst nach Mitternacht möglich, und so wurden viele Nächte schlaflos verbracht (der Dank gilt einigen älteren Schülern, die trotz später Stunde engagiert gearbeitet haben). So entstanden innerhalb von zwei Monaten ca. eine halbe Millionen(!) Einzelbilder, die dann am Computer zeitaufwendig bearbeitet wurden. Da die Bilder trotz mäßiger Bedingungen bei der Aufnahme recht gut wurden, haben wir auf der Homepage fast alle Bilder von 2003 durch neue Bilder ersetzt, nur eine "Zusammenfassung" der besten Bilder aus 2003 wurde zu Vergleichszwecken erhalten. Leider war 2005 der Südpol des Mars leicht der Erde zugewandt, und der Nordpol mit der großen winterlichen Polkappe deshalb nicht sichtbar. Auf der Südhalbkugel war Sommer, was die Polkappe fast zum Verschwinden brachte. Im südlichen Sommer löst sich das ganze Kohlendioxid-Eis auf, und es bleibt nur ein kleiner Rest Wasser-Eis übrig. Die Bilder wurden übrigens so belassen, wie sie im Fernrohr aufgenommen wurden. Der links liegende Südpol zeigt daher schön, wie die Polachse des Mars Ende 2005 gegen die Erdumlaufbahn geneigt war.

Opposition 2007: Schwindende Chancen noch einmal genutzt! Wie bereits oben erwähnt waren die Voraussetzungen  für diese Opposition nicht sehr gut. Zwar war die Horizonthöhe von 66° hervorragend, aber der kleine Durchmesser des Planetenscheibchens sehr ungünstig. Aber da das Spektakel als Weihnachtsgeschenk daherkam (24.12.2007), und die Gelegenheiten in den kommenden Jahren ganz katastrophal sind, wollten wir nicht aufgeben. Da half nur rechtzeitiges "Aufrüsten". Eine neue Optik mit 30cm Durchmesser und eine neue Kamera sollten die Chancen erhöhen, auf dem kleinen Marsscheibchen doch noch einige Details zu erkennen. Die Rechnung ist voll aufgegangen! Trotz der ungünstigen Bedingungen haben wir 2007 die besten Marsbilder gemacht. Hätten wir dies Ausrüstung schon 2003 gehabt (die Fläche des Marsbildes war 2003 fast dreimal so groß wie 2007), so wären uns sensationelle Bilder gelungen! Die neue Kamera hat den Mars etwas rötlicher abgebildet, wir hätten das leicht korrigieren können, aber da Mars ja der "Rote Planet" ist, haben wir darauf verzichtet.

Man erkennt auf den Bildern auch Wolken am linken oder rechten Planetenrand, und speziell auch im Norden. Die südliche Polkappe ist nicht im Blickfeld, in wie weit in den Wolken im Norden die nördliche Polkappe zu sehen ist, ist nicht eindeutig zu klären. Der helle Fleck oben links auf dem linken unteren Bild ist der Riesenvulkan Olympus Mons.

"Unsere" Marsbilder der ESA Mars Express Sonde: Das Gymnasium durfte eine Operation der VMC (Visual Monitoring Camera) des ESA Marsorbiters Mars Express "adoptieren". Das Ergebnis unserer Verarbeitung der gelieferten Rohdaten ist unten (halber Mars aus 10000km Höhe) dargestellt. Zusätzlich wurden weitere Daten bearbeitet, das Ergebnis ist die unten gezeigte "Sichel" und die südliche Polkappe, das schöne Bild der Polkappe und das mit Dunst gefüllte Valles Marineris. Später  kamen noch weitere Bilder hinzu. Die von uns vorgenommene Bildbearbeitung mit den zu Grunde liegenden Rohbildern wird an anderer Stelle ausführlich erläutert. Dort werden auch die von uns beim "Briefing" zur Genehmigung der Mission angegebenen Ziele aufgeführt, und die von uns später an die ESA übermittelten Ergebnisse dargestellt. Beim Betrachten der Bilder unten sollte man den Browser unbedingt in den Vollbildmodus setzen, das geht oft mit der Taste F11.

 

Diese Bilder der Opposition 2005 entstanden mühsam aus 500.000 Einzelbildern, doch es hat sich gelohnt. Die Bilder sind, gemessen an Amateur-Maßstäben, sehr gut geworden.

Grosse Sandstürme auf dem Mars können den ganzen Planeten einhüllen, und so jede Beobachtung verhindern. Auch 2003 und 2005 konnten von uns Sandstürme beobachtet und fotografiert werden.

Diese Bilder von der Opposition 2005 haben wir einmal mit Landschaftsnamen versehen. Sogar der Riesenvulkan Olympus Mons und einige Wolken sind darauf sichtbar!

 

Bei der Opposition 2003 stand der Mars nur minimal günstiger als 2001, war aber etwas größer. Mit verbesserter Technik (Webcam statt Digitalkamera) gelangen aber schöne Bilder.

Die interessante Technik bei der Erstellung der Marsbilder haben wir hier noch einmal dargestellt. Zusätzliche Probleme gab es wegen der Refraktion der Atmosphäre, die Farbränder erzeugt.

Dieses Bild ist der Abschluss der Opposition 2005, für weitere Aufnahmen war das Wetter zu schlecht. Es zeigt noch einmal, wie aus sehr schlechten Einzelbildern doch noch ein brauchbares Ergebnis entsteht.

Diese Bilder von der Opposition 2007 wurden mit einer Industrie-Videokamera DMK 21und einem 30cm Spiegelteleskop gemacht, und zeigen starke Veränderungen der Landschaft gegenüber der Opposition 2005!

Dieses Bild ist ein Vergleich von Marsbildern der drei Oppositionen 2003/05/07. Obwohl der Mars immer kleiner wurde, wurde die Qualität der Bilder immer besser. Man erkennt auch erhebliche Veränderungen in der Landschaft!

Blick von Süden aus ca. 10000km auf den Mars. Der Südpol liegt im dunklen Bereich rechts unten. Oben sieht man die großen Tharsis-Vulkane.  Weitere Bilder finden sich in der Beschreibung der Mission.

Rohdaten wurden uns von der ESA zur Bild- Bearbeitung überlassen. Der Südpol liegt in der Mitte der Planetenscheibe im Dunklen. Oben das Hellas-Becken, darunter Krater Bernard, rechts davon Krater Secci und Wallace.

Bild der nördlichen Polkappe 08.08.2010. Es entstand durch Bearbeitung von zwei ESA Mars Express Rohbildern. Links am Rand gibt es Wolken oder einen Sandsturm, rechts unten helle Wolken.

Blick aus 7480km auf den Mars. Man erkennt Valles Marineris mit hellem Dunst gefüllt, und eine Wolkenfahne am Terminator ausgehend vom Vulkan Arsia Mons.  Weitere Bilder finden sich in der Beschreibung der Mission.

Dieses Bild schaut auf den Nordpol, es zeigt ungewöhnlich viele Wolken und Dunst, fast die gesamte Oberfläche ist verdeckt. Unter Arsia Mons sieht man zwei hochreichende Wolken mit ihren Schatten.

Dieses Bild schaut auf den Nordpol, es zeigt ungewöhnlich viele Wolken und Dunst. Einige Tage nach dem Bild links aufgenommen ergänzt es den dort unsichtbaren Teil der Polumgebung.

Hier ein Vergleich zweier Bilder mit Wolken im Nordpolbereich, die im Abstand von nur vier Tagen aufgenommen wurden. Die sehr gut gelungenen Bilder belegen sehr schnelle Veränderungen des Wetters auf dem Mars.

 

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Der Planet Jupiter


Man möge bedenken: Das von der Optik auf dem Kamerachip erzeugte Bild von Jupiter ist an einem normalen Teleskop kleiner als 1mm! Unter diesen Bedingungen noch ein ordentliches Bild zu bekommen ist wirklich nicht leicht!

Die kleinen s/w-Bilder von Jupiter entstanden am 25.03.03 um ca. 21.00 Uhr. Mit einer einfachen Videokamera wurden 1000 Bilder gefilmt, und im Computer aufaddiert und gemittelt. So entstand aus den einzeln unbrauchbaren Bildern in der Summe ein wirklich schönes Bild, wobei auch noch drei der vier großen Monde mit "erwischt" wurden. Der vierte Mond steht rechts außerhalb des Bildes, macht sich aber durch seinen Schatten auf Jupiter bemerkbar! Der große rote Fleck im SEB (south equatorial belt) und weiße Ovale im südlichen Polarbereich sind zu sehen, ebenso eine Vielzahl von Girlanden im Äquatorbereich und viele weitere Details. Zur damaligen Zeit war das eine gute Leistung, und wir waren ganz stolz auf unser Werk.

Die anderen kleineren Farbbilder wurden während den Opposition 2005 und 2008 aufgenommen, auch hier waren die Bedingungen nicht optimal. Da der Planet aber wegen der Opposition näher an der Erde stand, sind trotzdem recht viele Details (Wolkenwirbel und Wolkenstreifen) zu erkennen. Die Bilder 2008 wurde nicht mehr mit einer Webcam aufgenommen, sondern mit etwas besseren Kameras für industrielle Zwecke (DBK21 für Farbe und DMK21 für Schwarz-Weiß). Auch hatten wir eine etwas bessere Optik zur Verfügung, was die Bildqualität anhob, auch wenn diese Verbesserung wegen der schlechten Aufnahmebedingungen 2008 erst 2010 voll zum Tragen kam.

Eine besondere Rolle spielt das 2008 hinzugekommene Bild: In diesem Jahr stand Jupiter nicht einmal 20 Grad über dem Horizont, und eine Erstellung normaler Farbbilder war wegen der Luftunruhe unmöglich. Wir haben daher mit Hilfe eines Filters im unsichtbaren Infrarot fotografiert, und sind so doch noch zu recht schönen Bildern gekommen. Auf dem linken unteren Jupiter erkennt man rechts unterhalb des GRF sogar den neu gebildeten kleinen roten Flecke KRF. Eine genaue Beschreibung des interessanten Infrarot-Verfahrens gibt es an dieser Stelle!

Die Bilder 2010 des Riesenplaneten Jupiter mit seinen bunten Wolkenbändern entstanden kurz nach der Opposition 2010, obwohl bei den Aufnahme die  Bedingungen nicht ganz optimal waren, ist die Verbesserung der Bildqualität im Vergleich zu früheren Aufnahmen sehr deutlich zu erkennen. Das liegt an einer besseren Optik (30cm SC), besseren Kameras (DMK/DBK21) und einer raffinierten Aufnahmetechnik. Obwohl Jupiter 2010 deutlich höher über dem Horizont stand als 2008, benutzten wir das damals ausprobierte Verfahren der Kombination einer Infrarot-Aufnahme mit einem Farbauszug aus  einer normalen Farbaufnahme. Auch 2010 waren die normalen Farbaufnahmen nicht von sehr guter Qualität, während die Infrarot-Aufnahmen eine deutlich bessere Schärfe zeigten, Infrarotstrahlung wird in der Atmosphäre weniger gestört. Das große Einzelbild wurde aus zwei Videos am Computer erstellt, insgesamt wurden etwa 8000 Einzelbilder dafür verarbeitet. So können Details auf Jupiter von unter einer Bogensekunde (ca. 0,7") erkannt werden, das ist nur der dreitausendste(!) Teil des Monddurchmessers!

Die beiden Monde links oben sind Ganymed und Europa. Auf Ganymed sind Strukturen sichtbar, die zumindest wohl teilweise mit tatsächlichen Oberflächenstrukturen in Verbindung gebracht werden können. Eine Überprüfung ist nicht ganz einfach, weil es sich auch bei dem Mond um eine IR-Bild handelt für das es keine Vergleichsbilder gibt. Interessant sind auch die drei roten Flecken auf dem Bild. Unten der altbekannte große rote Fleck GRF, darunter der neu entstandene kleine rote Fleck, und oben links am Rand erkennt man bei genauem Hinschauen noch einen weiteren kleinen roten Fleck. Sensationell ist das fast völlige "Ausbleichen" des südlichen äquatorialen Bandes SEB, über die Ursache wird gerätselt. Ein zweites großes Bild haben wir mit vier kleinen Bildern vergangener Jahre kombiniert, man kann die teils starken Veränderungen der Wolkenbänder in Struktur und Farbe leicht erkennen. Das kleine Bild von 2001 hat für uns "historische" Bedeutung, es entstand mit einer alten Digitalkamera, die ganz provisorisch an des Teleskop in Königsleiten gehalten wurde. Trotz der miserablen Qualität zeigt sich, dass im Jahre 2001 die althergebrachte Bänderstruktur noch intakt war, sogar des äquatoriale Band EB ist auf diesem Bild noch zu erkennen! Man darf sicher gespannt sein, wie die Entwicklung weiter geht.

Das Bild 2011 des Riesenplaneten mit Mond Europa und seinem Schatten zeigen, dass das vorübergehend verschwundene südäquatoriale Band SEB nun wieder voll sichtbar ist. Auf dem rechten Bild ist der Mond Europa als weißer Fleck vor der Planetenscheibe sichtbar, der schwarze Fleck auf beiden Bildern ist der Schatten des Mondes auf dem Planeten. Das Licht der Sonne kommt von links vorne, weil sich Jupiter bei den Aufnahmen noch vor der Opposition zur Sonne befindet. Daher ist auch der rechte Rand des Planeten etwas unschärfer als der linke Rand, der von der Sonne voll beschienen wird. Leider waren die Bedingungen an unserem Standort nicht optimal, und wir haben das Infrarot-Verfahren angewendet, um noch brauchbare Bilder zu bekommen. Die schwarz/weiß Information kommt von der Kamera DMK21 AF618 mit Infrarot-Filter für das unsichtbare nahe Infrarot, und die (unscharfe) Farbinformation wurde von der Kamera DBK21 AF618 geliefert. Diese beiden neuen Kameras haben wir 2011 ausführlich getestet, der Testbericht ist für die Zeitschrift "Sterne und Weltraum" Ausgabe 12/2011 vorgesehen.

Das Bild 2017 hat eine besondere Geschichte: Wir wollten möglichst schnell und einfach ein Jupiterbild machen, und da ist die Verwendung einer Farbkamera für eine direkte Farbaufnahme der einzige Weg. Leider stehen die Planeten in den kommenden Jahren sehr tief am Himmel, für die Fotografie ist das wegen der dann durchdrungenen dickeren Luftschicht sehr schlecht. Luftunruhe macht sich stärker bemerkbar (schlechtes Seeing), und das Licht wird beim schrägen Eintritt in die Atmosphäre wie an einem Prisma gebrochen und in seine Farben aufgespaltet. Eine Farbkamera sieht den blauen Lichtanteil weiter oben am Himmel, und den roten Anteil weiter unten, dazwischen liegen die anderen Spektralfarben. Erkennbar ist das an einem blauen/roten Rand oben/unten am Planetenbild. Um dennoch eine Farbkamera nutzen zu können haben wir am Computer das Bild in die Farbkanäle rot/grün/blau zerlegt, und durch geringe Verschiebung alle drei Kanäle möglichst exakt zur Deckung gebracht. Um die Luftunruhe zu dokumentieren haben wir ein defokussiertes Sternbild aufgenommen, unter idealen Bedingungen sollte sich eine saubere Ringstruktur zeigen. Die Störungen der Ringe zeigen in unserem Fall ordentliche aber keinesfalls ideale Aufnahmebedingungen (Seeing), und das nur in einer kurzen Periode vor Sonnenuntergang. Obwohl es nicht ganz einfach war das blaue Himmelslicht aus der Aufnahme zu entfernen, ist uns mit der Kamera DFK 72AUC02 von Imaging Source ein erfreuliches Ergebnis gelungen.

 

Der Planet Jupiter 2010. Das Bild wurde so bearbeitet, dass es dem visuellen Eindruck am Fernrohr entspricht. Der Fortschritt in der Bildqualität gegenüber früheren Versuchen ist deutlich zu erkennen.

2010 wurden diese Bilder gemacht, oben eine Aufnahme in drei Versionen zum Vergleich der Verfahren, unten noch zwei Ausschnitte der Jupiteroberfläche. Auffallend das fehlende südäquatoriale Band!

Jupiter mit Monden 2003: Diese s/w-Bilder wurden mit einer Mintron Videokamera aufgenommen, und aus ca. tausend Einzelbildern zusammengesetzt. Sie zeigen ein sehr gute Auflösung.

2010 wurde das große Bild aufgenommen, der Vergleich mit den kleinen Bildern zeigt starke Veränderungen. So entstand schon früher ein zweiter roter Fleck, und 2010 entfärbte sich das südäquatoriale Band fast komplett!

Ein Jupiterbild wurde vergrößert, und mit einigen Erläuterungen versehen. Interessant: Die Bandstruktur ändert ihr Aussehen von Jahr zu Jahr, Bänder können vorübergehend auch mal verschwinden.

2005 haben wir uns monatelang mit schlechten Wetterbedingungen geplagt, für Superbilder hat es nicht gereicht, dennoch sind einige hübsche Bilder gelungen. Oben eine Serie mit Monden und einem Schatten vor Jupiter.

Hier sind drei Bilder des Jupiters mit zwei Monden und den Mondschatten mit drei computersimulierten Bildern im Vergleich dargestellt, um die Genauigkeit des Computerprogramms zu testen.

2008 waren die Bedingungen so schlecht, dass Jupiter nicht auf normale Weise fotografiert werden konnte. Wir haben daher im unsichtbaren Infrarot fotografiert. Beschreibung dieser Technik hier.

2011 entstanden diese Bilder. Sie zeigen, dass das verschwundene SEB nun wieder voll sichtbar ist. Richtig gute Bedingungen hatten wir leider auch 2011 nicht, trotzdem sind die Bilder ganz passabel.

2017 wollten wir ganz einfach und schnell ein Bild mit einer Farbkamera machen. Die nächtliche Luftunruhe waren aber so starkt, dass wir eine kurze ruhige Periode noch vor Sonnenuntergang nutzen mussten.

 

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Der Planet Saturn


Das "gelbe" Saturnbild: Der Saturn ist wirklich nicht einfach zu fotografieren, das Bild des Saturn auf einem Foto-Film ist bei einem normalen Fernrohr unter 1mm groß! Die vorliegenden Bilder wurden aus vielen Einzelbildern einer Videokamera gewonnen, die für Planetenaufnahmen nicht sehr geeignet war. Wolkenstrukturen sind auf Saturn nicht so gut zu sehen wie auf Jupiter, weil in der oberen Atmosphäre eine kräftige Dunstschicht liegt. Das Einmalige an Saturn sind seine wunderschönen Ringe. Als Huygens im 17. Jahrhundert erstmals die Form der Ringe in einem kleinen Fernrohr erkannte, wollte er es nicht glauben. Erst 30 Jahre später war er von der Richtigkeit seiner Beobachtung überzeugt. Auf dem Bild sieht man außen den A-Ring, durch die nur 4800km breite Cassini-Trennung vom B-Ring getrennt. Ganz innen sieht man noch schwach (z.B. dort, wo der Ring vor der Planetenscheibe verläuft) den fast transparenten C-Ring. Der größte Ring hat einen Durchmesser von fast 300.000km, und das bei einer Dicke von maximal 1km!

Sieht man die Ringe von der Seite, so sind sie fast unsichtbar, auf den Fotos vom Jahre 2003 sind die Ringe aber schön "aufgeklappt", weil die Rotationsachse des Saturn um 27° gegen die Umlaufbahn der Erde geneigt ist, und man zu diesem Zeitpunkt recht schräg auf die Achse schaute. Die Ringe haben sich gebildet, weil in der Nähe des Planeten (innerhalb der Roche-Grenze) kleine Materieballungen durch die Schwerkraft des Saturn wieder zerrissen werden.

Die "grauen" Saturnbilder wurden Ende 2003 bis Anfang 2006 mit einer farbigen Webcam aufgenommen, die sich relativ gut für die Planetenfotografie eignet. Obwohl das Teleskop etwas kleiner war, ergaben sich so bessere Bilder. Die Wetterbedingungen waren nie ganz optimal. Es sind aber dennoch interessante Wolkenstreifen auf dem Saturn zu erkennen, und die Veränderungen im Schattenwurf des Planeten auf seinem Ring. Besonders die Bilder aus dem Jahr 2005 sind schon recht gut gelungen, und zeigen teilweise Details, die schon recht schwer zu fotografieren sind. Alle Bilder zusammen zeigen, wie die Ringe langsam wieder schmäler werden, weil sie sich im Laufe der kommenden Jahre wieder in die Horizontale drehen.

Die Opposition 2008 lieferte das bisher beste Saturnbild! Eine für Amateure ganz hervorragende Aufnahme! Das Bild entstand aus einem Video mit 5000 Einzelbildern mit einer neuen Kamera (DBK21) und einer neuen Optik (Meade 30cm SC) bei einer Brennweite von ca. 9 Metern! Es fällt die andere Farbgebung im Vergleich zu früheren Bildern auf, die mit der TOU-Cam aufgenommen wurden. Sehr schön zu erkennen sind die vielen bunten Wolkenbänder, unten links ein ganz selten fotografiertes Ereignis: ein Sturm ist klar und eindeutig zu erkennen!

 

Dieses Bild vom Saturn Anfang 2003 ist unser erster Versuch, und noch nicht in Farbe. Trotzdem sieht man im A-Ring sogar durchlaufend das Encke-Minimum!  Das Bild entstand mit einem Celestron C14 Teleskop.

Diese Bilder entstanden während und nach der Opposition 2004/5. Sie sind deutlich besser als ihre Vorgänger links von der Opposition 2003/4. Für diese Bilder wurden etwa 50.000 Einzelbilder im Computer verarbeitet!

Diese Bilder entstanden vor, während, und nach der Opposition des Saturn 2003/4. Man erkennt, wie sich der Schatten des Planeten auf dem Ring entsprechend ändert.

Die Opposition 2006 lieferte uns ebenfalls einige interessante Bilder vom Saturn. Langsam klappt der Planet seinen Ring wieder in die horizontale Position, besonders gut im Vergleich zu Anfang 2003 zu sehen!

Das ist eins der besten Bilder im Jahr 2005. Der Planet ist durch die Cassini-Teilung hindurch zu sehen, und sogar die extrem schmale Encke Teilung ist andeutungsweise rechts und links zu erkennen!

Die Opposition 2008: Ein für Amateure ganz hervorragendes Saturnbild! Nachdem 2007 das Wetter nicht mitgespielt hat, hatten wir 2008 mehr Glück, und konnten mit neuem Gerät unsere bisher beste Saturnaufnahme machen!

Die Opposition 2009: Man beachte die (fast) Kantenstellung des Rings! Nächstes Jahr schauen wir dann von oben auf den Ring! Wegen miserablen Wetters gelang dieses Bild erst Wochen nach der Opposition.

 

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Unsere Sonne


Die Sonne ist das hellste Objekt am Himmel, und für Astrofotografie gut geeignet. Allerdings muss das Sonnenlicht bereits vor Eintritt in das Teleskop extrem stark reduziert werden, damit die Optik nicht beschädigt wird. Die hierfür verwendeten Filter müssen gute optische Eigenschaften haben, und bestehen normalerweise aus dünnen Metallschichten, die auf Glasplatten aufgedampft werden. Das Sonnenlicht wird so fast vollständig reflektiert, und kann das Filter nicht aufheizen (Bruchgefahr). Da die Luft am Tage durch die Sonnenwärme sehr unruhig ist, ist es allerdings nicht einfach, scharfe Sonnenbilder zu bekommen. Die unten aufgeführten Fotos sind da schon sehr gut. Für die Sonnenbeobachtung verwenden wir ein kleines Fernrohr mit 10cm Öffnung. Da die Turbulenzzellen in der Luft ungefähr die Größe von 10cm haben, schaut ein solches Teleskop -vereinfacht gesprochen- immer nur durch eine einzige Zelle, und das Bild bleibt trotz Luftunruhe einigermaßen scharf!

Fleckengruppe vom 29.10.03: Es war fast schon sensationell, dass 3 Jahre nach dem Maximum des 11-jährigen Zyklus eine so heftige Aktivität auftrat. Der größere der Flecken ist die Nummer 486, der kleinere die Nummer 488. Die Nummer 486 sandte zwei Strahlungsstürme mit einer Geschwindigkeit von über 800km/s direkt in Richtung Erde, die zugehörigen Flares (Ausbrüche) heizten die Korona auf viele Millionen Grad auf, und hatten X-Klassifikation der Stärke 10, 17 und 27, der 27er-Ausbruch war der stärkste jemals beobachtete Ausbruch der Sonne, er setzt die Energie von vielen Millionen 100-Megatonnen Wasserstoffbomben frei. Auf der Erde gab es Probleme: Der Flugverkehr musste reduziert werden, und es gab extreme geomagnetische Stürme mit heftigen Nordlichtern, die bis Bayern hell gesehen werden konnten. In München war der Himmel am 31.10 glutrot, und über den Köpfen zeigten sich grünliche Girlanden, als der Fleck nach einer Sonnenumdrehung erneut Richtung Erde schaute, gab es nochmals heftige Nordlichter über München(!), der Nordhorizont glühte stundenlang hellgrün, und über den Köpfen waberte helles rotes Licht, ein noch nie zuvor dagewesenes Spektakel! Flugreisende können unter solchen Bedingungen Strahlungen wie bei 10 Röntgenaufnahmen aufnehmen, Astronauten und Satelliten sind stark gefährdet.

Merkurdurchgang vom 07.05.03: Ein weiteres, sehr seltenes Schauspiel war der Durchgang des Planeten Merkur vor der Sonnenscheibe. Hierzu soll an dieser Stelle nicht viel gesagt werden, Näheres erfährt man durch anklicken des Links in der Bildbeschreibung unten.

Venusdurchgang vom 08.06.04 und 06.06.2012: Ein extrem seltenes Ereignis, das noch kein heute lebender Mensch je zuvor gesehen hat, ist der Durchgang der Venus vor der Sonne. Wir hatten Glück mit dem Wetter, und konnten das schöne Bild unten aufnehmen. Weitere Informationen zum Vorgang gibt es durch Anklicken des im Bildtext unten angegebenen Links. Acht Jahre später erfolgte der zugehörige zweite Transit, der von Europa aus nur teilweise nach Sonnenaufgang früh am Morgen zu beobachten war. Trotz schlechtem Wetter haben wir ein spannendes Abenteuer erlebt, und einen ausführlichen Bericht geschrieben.

 

Das Bild zeigt die Sonne am 04.05.03 drei Tage vor dem Merkurdurchgang mit einer ungewöhnlich großen Fleckengruppe, die unten um 90° gedreht noch mal gezeigt wird.

Merkurdurchgang: Ein ungewöhnlich seltener Schnappschuss! Der kleine runde Fleck links oben ist der Merkur, der am 07.05.03 vor der Sonne seine Bahn zieht.

Die Fleckengruppe vom 04.05.03 vergrößert fotografiert. Das sehr gute Bild zeigt die Granulation der Oberfläche, Umbra und Penumbra der Flecken.

Venusdurchgang 2004: Ein extrem seltenes Ereignis: Venus schiebt sich vor die Sonne. Leider war die Sonnenaktivität sehr gering, kleine Flecken und Fackeln sind nur andeutungsweise zu sehen.

Riesige Fleckengruppe vom 29.10.03 mit einer Ausdehnung von mehr als 300 000km, sie führte zu den stärksten Magnetstürmen seit Jahren, und war ein ungewöhnliches Ereignis.

Venusdurchgang 2012: Zweiter Teil zum Transit 2004, von Deutschland aus nur teilweise beobachtbar. Zusätzlich schlechtes Wetter, dennoch gab es einige schöne Bilder. Eine ausführliche Bilderklärung gibt es hier.

Kleinbildfoto der Sonne: Dieses Bild wurde nicht mit Video, sondern auf Kleinbildfilm belichtet. Es zeigt die Randverdunklung der Sonnenscheibe und Flecken, Fackeln sind nicht zu sehen.

 

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Die Sonne im Wasserstofflicht


Die Sonne ist im sichtbaren Licht so extrem hell, dass Protuberanzen und auch bestimmte Details auf der Oberfläche zu lichtschwach sind, um gesehen zu werden. Will man nicht bis zur nächsten totalen Sonnenfinsternis warten, so muss man zur Beobachtung der Protuberanzen die Sonnenscheibe im Fernrohr mit einer genau passenden Blende abdecken. Das ist recht problematisch, da sich der scheinbare Durchmesser der Sonne im Laufe des Jahres leicht ändert, da die Blende sehr heiß wird, und da das Teleskop extrem genau nachgeführt werden muss, damit die Sonne immer brav hinter der Blende bleibt. Solche Geräte (Koronographen) sind daher nicht einfach herzustellen. Details auf der Oberfläche sind logischerweise auch nicht zu beobachten.

Da hilft ein raffinierter Trick: Protuberanzen leuchten in einer ganz bestimmten roten Wellenlänge des angeregten Wasserstoffs (H-Alpha-Linie bei 656,3nm). Beobachtet man nun durch ein Filter, das nur exakt diese Wellenlänge durchlässt, so wird das Licht der Sonne bis auf einen winzigen Teil unterdrückt, während das Licht der Protuberanzen fast ungeschwächt das Filter passiert. Auf diese Weise können nicht nur die Protuberanzen am Sonnenrand sondern auch andere Strukturen auf der Oberfläche gesehen werden, die ebenfalls H-Alpha-Licht aussenden. Man erkennt z.B. dunkle Linien, die sogenannten "Filamente". Wenn Protuberanzen am Sonnenrand herausragen, leuchten sie hell, gegen die Sonnenoberfläche gesehen sind sie aber dunkler als die Oberfläche selbst, und treten daher als dunkle Streifen hervor, und bilden die oben erwähnten Filamente. Die Granulation der Sonne ist ebenfalls im roten H-Alpha-Licht sehr gut zu erkennen, und auch sehr heiße Teile (Fackeln) treten hervor. Weitere Tricks werden hier erläutert.

Bei einer Vorführung des amerikanischen Filterherstellers Coronado konnten sich die Kursteilnehmer über die extrem teuren Filter informieren, und die Sonne beobachten. Wir konnten ein Exemplar für kurze Zeit testen, und haben damit die unten gezeigten Bilder aus dem Jahr 2003 gemacht. Die Bedingungen waren dabei keinesfalls optimal, und die Aktivität auf der Sonne war in den zwei Tagen extrem gering (nur winzige Flecken und Fackeln, und nur kleine Protuberanzen) trotzdem ist das Ergebnis recht interessant. Im Jahr 2006 bekamen wir Zugriff auf ein noch größeres und noch teureres Filter, und haben damit die Aufnahme aus dem Jahr 2006 gemacht. Das verwendete Filtersystem besteht aus zwei Komponenten:

Absolute Präzision: Wegen der absolut präzise einzuhaltenden Geometrie im Interferenzfilter mussten solche Filter früher in beheizten Thermostaten auf konstanter Temperatur gehalten werden. Um so erstaunlicher ist es, dass das heute so relativ unproblematisch funktioniert.  Bilder von unserem Sonnenbeobachtungs-Gerät, auf denen die zwei Teile des Filtersystems gut zu sehen sind, finden sich weiter unten. Das ganze System der Optik mit den Filtern kostet dann über 10.000 Euro, wobei die Filter auch noch extrem stoßempfindlich sind. Man benutzt das System dann nur mit gemischten Gefühlen, speziell beim Auf/Abbau reicht eine kleine Unvorsichtigkeit, und der halbe Wert eines Mittelklasse- Autos ist in der Tonne, wirklich nichts für schwache Nerven......

 

Dieses Bild zeigt eine Protuberanz am Sonnenrand, die etwa 30 000km hoch ist. Zu beachten ist die schnelle Veränderung der Form! Datum: 18.09.03

Dieses Bild zeigt Protuberanzen, die vor der hellen Oberfläche der Sonne dunkel aussehen (Filamente), kleine Flecken und kleine Fackeln. Datum 19.09.03

Neues H-Alpha-Filter 2006: Die Sonne ist noch im Aktivitätsminimum, trotzdem sind einige Strukturen zu erkennen. Sonnenrand mit Protuberanzen und Oberfläche wurden verschieden belichtet und zusammengefügt.

 

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Sonnenfinsternis


Die Sonnenfinsternis von 1999 war für den Münchener Raum ein Jahrhundertereignis. Unter abenteuerlichsten Bedingungen konnten die drei Aufnahmen von Diamantring, Perlschnur und Protuberanzen von Schülern des Astronomiekurses und dem Kursleiter gemacht werden. Weil die totale Phase der Finsternis nur weniger als zwei Minuten dauerte, mussten alle Aktivitäten an den verschiedenen Kameras extrem gut koordiniert werden. Zusätzlich sollte ja auch nicht vor lauter Ablenkung durch Fotografieren die Finsternis selbst verpasst werden. Übrigens: Nicht Jeden interessiert ein solches Jahrhundertereignis. Auf der Wiese war ein Bauer beim "Odeln", als die Totalität eintrat, machte er das Licht an seinem Traktor an, und sprühte völlig ungerührt weiter seine stinkende Brühe.....

Die Korona der Sonne ist mit Amateur-Teleskopen kaum zu fotografieren, man muss schon auf eine totale Sonnenfinsternis warten, und das kann sehr, sehr lange dauern, und wenn es dann so weit ist, ist sicher das Wetter schlecht. Wir haben jedenfalls unter abenteuerlichen Bedingungen das hier vorgestellte, sehr schöne Bild der Korona machen können. Obwohl die Sonne an der sichtbaren Oberfläche nur ca. 6000 Grad heiß ist, steigt die Temperatur nach außen wieder stark an, und erreicht in dem sehr dünnen Gasmantel der Korona Werte über 1.000.000 Grad! Durch diese extrem hohe Temperatur "verdampft" das Gas in den Weltraum, und trifft als "Sonnenwind" auch die Erde, was ohne Schutz durch Lufthülle und Magnetfeld sehr gefährlich wäre. Die faserige Struktur der Korona wir durch die Magnetfeldlinien der Sonne hervorgerufen.

 

Auf diesem Bild sind die wichtigsten Phänomene der Finsternis 1999 zu sehen, Diamantring, Perlschnur und Protuberanzen. Die zugehörige Korona siehe unten!

Diese Finsternis im Jahre 2003 war nicht so spektakulär wie die totale Finsternis von 1999, die Bedeckung war bei Sonnenaufgang schon maximal entwickelt.

Die Korona der Sonnenfinsternis 1999 war sehr rund und gleichmäßig, weil zur Zeit der Finsternis eine sehr hohe Sonnenaktivität herrschte.

Eine Folge von Bildern ergibt eine Art "Video" einer partiellen Finsternis. Das der Mond nicht gradlinig über die Sonne läuft wird durch die bogenförmige Bahnbewegung der Sonne während der Aufnahmen bewirkt.

 

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Der Mond der Erde (Übersichtsbilder)


Der Mond ist für Astrofotografen ein dankbares Objekt. Ein normales Fernrohr bildet ihn immerhin bis zu 30mm groß auf dem Film einer Fotokamera ab. Trotzdem ist es extrem schwierig ein so scharfes Mondbild zu erhalten, wie es hier vorgestellt wird. Der Mond hat einen Durchmesser von ca. 3500km, und ist von unzähligen Kratern, Bergen und Rillen überzogen. Die großen dunklen Flächen sind die Mare (Meere) des Mondes. Sie sind -wie auch viele Krater- nach riesigen Meteoriteneinschlägen wieder mit Magma aufgefüllte Flächen. Unten sind einige größere, interessante Regionen des Mondes zusammengestellt.

Die Übersichtsbilder zeigen den kompletten Mond oder größere Ausschnitte. Solche Aufnahmen sind relativ einfach zu erstellen, weil sie keine sehr feinen Einzelheiten zeigen, und daher keine sehr hohen Anforderungen an die Luftunruhe gestellt werden.

Beschreibung des großen Halbmond-Bildes: Geht man von oben nach unten an der Schattengrenze (Terminator) entlang, so erkennt man den 200km großen Krater Plato, rechts davon die Mond-Alpen mit dem Alpental. Der nächste große Krater direkt am Terminator ist Eratostenes, von dem aus der Bogen der Apenninen-Berge mit bis zu 5500m hohen Gipfeln nach rechts oben verläuft. Unterhalb des Kraters, ein ganzes Stück nach rechts versetzt erkennt man die V-förmige Hyginus-Rille. Im unteren Drittel des Terminators liegt -gerade noch sichtbar- die 300m hohe, 120km lange "Lange Wand".

Dieses Bild hat 1997 wegen seiner für Amateure sehr guten Qualität international Aufsehen erregt. Es wurde mühsam und extrem zeitaufwändig aus vielen Einzelvideos hergestellt. Das Bild vom 7" Refraktor entstand 9 Jahre später als ungeplanter "Zufalls-Schnappschuss", und erreicht ohne aufwändige Bearbeitung die selbe Qualität. Es zeigt sich dabei deutlich der enorme Fortschritt, den die Technik in nur wenigen Jahren gemacht hat!

Beschreibung des Versuchs-Bildes: Auf dem Mond sind nur in dem engen Streifen der Schattengrenze (Terminator) feinere Details sichtbar. Das kommt daher, dass die Mondoberfläche sehr hell und wenig kontrastreich ist. Nur wenn Objekte Schatten werfen, sind sie daher gut erkennbar. Am Terminator (das ist sozusagen die Tag-Nacht-Grenze auf dem Mond) scheint die Sonne ganz flach, und die Schatten sind sehr lang. Entfernt man sich vom Terminatior, so werden die Schatten sehr schnell kürzer, und bereits nach wenigen hundert Kilometern sind Strukturen kaum noch zu erkennen. Um das in Ost-West verlaufende Rillensystem von Hyginusrille und Ariadaeusrille detailreich in einem Bild zu vereinen wurden beide Rillen an verschiedenen Tagen jeweils bei genau der Mondphase aufgenommen, wo sie gerade rechts vom Terminator lagen. Die beiden Bilder wurden dann im Übergang (etwas rechts der Bildmitte) in Kontrast, Helligkeit und Gammawert möglichst gut aneinander angepasst. Auf diese Weise ist es gelungen, den detailreich sichtbaren Bereich in Ost-West-Richtung auf ca. 600 km über das ganze Rillensystem auszudehnen.

 

Drücken der F11-Taste vergrößert bei vielen Browsern das Bildfenster, wichtig zur Betrachtung der Mondbilder!

 

Dieses Bild hat vor einigen Jahren Aufsehen erregt, und wurde international in Zeit-schriften, Büchern und auf CD verbreitet. Heute arbeiten viele Amateure mit der von uns angewandten Technik.

Schnappschuss mit einer CCD-Kamera am 7" Refraktor. In der Mitte das Mare Serenitatis, oben rechst im direkten Anschluss das Mare Tranquilitatis. Ohne aufwändige Bearbeitung, trotzdem ein sehr schönes Bild! Norden links!

Kurz vor Vollmond: Auf dem Vollmond sieht alles ganz anders aus! Krater sind wegen der fehlenden Schatten nicht mehr zu erkennen, hier nur noch links im Bild, weil der Mond noch nicht ganz voll ist!

Kurz nach Neumond: Am auffälligsten ist die Fläche des Mare Crisium. Unterhalb im Verlauf des Terminators mehrere Krater, am markantesten Langrenus und Petavius mit ihren hohen Zentralbergen.

Ein Versuch: Auf dem Mond sind Details nur im engen Bereich der Schattengrenze (Terminator) gut sichtbar. Hier wurden zwei Terminatorbilder so kombiniert, dass der "gute" Bereich sich stark vergrößert.

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Regionen auf dem Mond (mittlere Auflösung)


Regionen auf dem Mond ist eine Serie, die mittelgroße und kleinere Gebiete mit mittlerer und hoher Auflösung zeigt. Diese Bilde mittlerer Auflösung sind mit einer Brennweite von drei Metern aufgenommen, und benötigen schon etwas bessere Bedingungen, die durchaus nicht immer gegeben sind.  Speziell die Mosaike hoher Auflösung waren bei einer Brennweite von 6m sehr schwer aufzunehmen. Diese hoch auflösenden Mosaike sind vor dem Bildtext mit dem roten Symbol >>> gekennzeichnet, und sind auf dem Stand von 2009 eine international konkurrenzfähige Leistung! Zur Betrachtung sollte man unbedingt den Browser in das Vollbild-Format setzen, das geht gelegentlich durch Drücken der Taste F11, und dann mit den "Pfeiltasten" durch das Bild scrollen!

 

Drücken der F11-Taste vergrößert bei vielen Browsern das Bildfenster, wichtig zur Betrachtung der Mondbilder!

 

Übersichtsbild, bitte Symbol neben der Schrift anklicken:

Schwarz/Weiß: Mittlere Auflösung

Rot: Hohe Auflösung (unten mit >>>)

 

Das Bild zeigt oben das langgezogene Mare Frigoris , darunter links den östlichen Teil des Mare Imbrium, und unten rechts noch eine Ecke des Mare Serenitatis. Auffällig ist die bogenförmige Bergkette um Mare Imbrium.

Mare Humorum: Gassendi ist die markante nördliche Begrenzung des Mare Humorum. Das Mare wird südlich von dem merkwürdigen Krater Doppelmayer begrenzt, der halb in der Lava "abgesoffen" ist.

Mare Imbrium, oberer Teil mit dem Krater Plato (rechts) und der bogenförmigen Jura-Bergkette (links), die den Sinus Iridum umschließt. Sinus Iridium heißt auch "Goldener Henkel" des Mondes.

Tycho: Bei Vollmond dominiert dieser Krater den Süden des Mondes, weil er von einem hunderte von Kilometern langen hellen Strahlensystem umgeben ist. Unterhalb von Tycho der riesige Krater Clavius.

Mare Imbrium mit den Kratern Plato (links oben) und Copernicus (rechts unten) sowie der bogenförmigen Bergkette der Alpen (oben) und der Apenninen (rechts oben). Die Jura-Berge bilden den "Henkel" links. Norden links!

Mare Nubium mit Langer Wand: Die lange Wand (Bildmitte) ist eines der bekanntesten Merkmale der Mondoberfläche, eine 120km lange und 300m hohe Klippe. Der auffällige Krater links oben heißt Bullialdus.

Mare Imbrium (l) und Serenitatis (r): Imbrium ist umgeben von hohen Bergketten, Alpen (o) und Apenninen mit dem 5500m hohen Mt. Huygens (u). Innen der Größe nach: Krater Archimedes, Aristillus, Autolycus.

Die Clavius - Region um den 220km großen Krater Clavius. Im Gegensatz zum Tycho-Bild steht Clavius hier in der Nähe des Terminators (Der Schattengrenze zwischen Tag und Nacht).

>>>Copernicus: 90km Durchmesser, der Wall erhebt sich 3500m über den Kraterboden, speziell gegen Vollmond mit auffallendem hellen  Strahlenkranz.

>>>Lange Wand: 300m hohe, 120km lange Klippe. Links davon der Krater Birt, der mit 2000m Tiefe im Vergleich zu seiner Größe extrem tief ist.

>>>Wallebene Deslandres (200km). Links in Deslandres Hell, rechts angrenzend der große Krater Walter. Linke obere/untere Bildecke Pitatus/Tycho. Am Ende eine Vergleich mit dem Lunar Orbiter!

>>>Plato mit Alpental: Ein sehr bekannter Krater, relativ jung, daher im Inneren nur wenige kleine Einschläge. Durchmesser ca. 100km, Wälle bis zu 2000m hoch. Das Innere liegt unter Mare-Niveau.

>>>Ein Bild des Terminators von Theophilus über Cyrillus, Catharina (links im Dunklen), dem Gebirgsbogen Altai Scarp mit Piccolomini am Ende, bis zu dem links abgebildeten Krater Lindenau im Inneren eines großen Kraters.

>>>Mitte oben mit Zentralberg liegt Theophilus, darunter lauern mehrere Krater im Dunklen, ganz unten der Gebirgsbogen Altai Scarp. Rechts das Mare Nectaris mit dem merkwürdigen Krater Beaumont.

>>>Dieses Bild zeigt die Apenninen mit Hadley Rille (Apollo 15) und  Wallebene Archimedes. In der Mitte der Kette mit über 5000m Höhe der Mt Huygens. Eine Beschreibung findet sich im Bild links oben.

>>>Ptolemaeus, 140km, größter Krater im Bild, Ammonius in seinem Inneren ist ca. 9km groß, und hunderte noch kleinere Krater sind in diesem hervorragenden Bild sichtbar. Rechts Albategnius, unten Alphonsus und Arzachel.

>>>Cassini ist ein interessanter Krater südlich der Alpen. Das Gebirge rechts sind die Kaparten, an deren Südende berühren sich Mare Serenitatis (rechts) und Mare Imbrium (links). Darunter beginnen die Apenninen.

>>>Das schöne Bild zeigt den südlichen Teil des Terminators am 03.02.09. Die Aufnahme besteht aus 15 Bildern zu deren Erstellung aus Videomaterial der Computer 14 Stunden gerechnet hat!

>>>Bildmitte groß: Hipparchus mit Halley und Hind unten rechts, sowie Horroks oben. Großer Krater unten: Albategnius mit Klein (links) und Vogel (rechts). Ganz oben mit "Auge" Lade, und links oben das Ende einer Trisnecker-Rille

>>>Arzachel ist ein interessanter Krater mit vielen Strukturen im Inneren. Darüber Alphonsus, links oberhalb Alpetragius mit Zentralberg, links darunter die Lange Wand mit heller Ecke im Krater Birt (Lichteinfall durch eine Scharte).

>>>Sirsalis/Byrgius-Rille, längste Rille auf dem Mond. Das Bild ist um 90° rechtsgedreht. Rechts Sirsalis, die Maus, der große Krater darüber ist Rocca. Über dem linken Ende der Rille liegt der Krater Darwin, ebenfalls von einer Rille durchschnitten.

>>>Clavius ist einer der bekannten Krater mit viel Struktur im Inneren. Durchmesser 220km, Rand bis 5000m hoch. Im Bild liegt Clavius fast direkt am Terminator, was einen düsteren, interessanten Eindruck ergibt.

>>>Doppelkrater Pallas links und Murchinson. Die dunklen Zonen auf dem Bild sind vermutlich jüngeren vulkanischen Ursprungs, die unter-brochenen Rillen oben könnten eingebrochene Lavatunnel sein. Rechts unten Trisnecker mit dem bekannten Rillensystem.

>>>Das Mare Frigoris erstreckt sich als langer Streifen von West nach Ost, dieses Bild zeigt ein Stück des westlich gelegenen Teils oberhalb von Krater Plato. Es ist also eigentlich ein Bild der Plato-Region.

>>>Mond bei Tageslicht ist sehr interessant. Das Bild wurde noch bei Tageslicht angefertigt. Möglich war das mit Hilfe eines Filters, der im unsichtbaren IR arbeitet, und einer Kamera, die dieses Licht noch sehen kann.

>>>Schöner Schattenwurf im Übergang von den Karpaten zu den Apeninnen zwischen Mare Imbrium und Mare Serenitatis. Die Länge der Schatten beträgt bis zu 120 Kilometer!

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Details auf dem Mond (hohe Auflösung)


Details auf dem Mond:  Diese Serie ist mit einer Brennweite von etwa sechs Metern aufgenommen, und zeigt teilweise extrem feine Details. Die kleinsten erkennbaren Strukturen sind auf einem 19" PC-Bildschirm schon kleiner als ein Millimeter, das ist auf dem Mond weniger als ein Kilometer, und in Winkelauflösung weniger als 0,5 Bogensekunden. Damit ist das theoretische Auflösungsvermögen der verwendeten Optik mit 30 cm Öffnung erreicht. Solche Bilder können nur in ganz wenigen Nächten des Jahres entstehen, wenn die Luft einmal absolut ruhig ist, und einen genügend scharfen Blick auf den Erdtrabanten zulässt. Auch die verwendete Optik muss sehr gut sein, was bei der Massenproduktion der bezahlbaren Amatuergeräte leider nur selten der Fall ist.

 

Drücken der F11-Taste vergrößert bei vielen Browsern das Bildfenster, wichtig zur Betrachtung der Mondbilder!

 

Die folgenden Bilder wurden mit einer Videokamera aufgezeichnet. Die Fernrohre mit 30 bzw. 25cm Öffnung wurde mit einer speziellen Linse (Barlowlinse) auf eine Brennweite von ca. 6m gebracht. Durch diese Vergrößerung sind kleinste Details sichtbar, die kleinsten Strukturen in den besten Aufnahmen haben eine Ausdehnung von unter 0,5 Winkelsekunden, das entspricht weniger als 1km auf dem Mond, und liegt an der Grenze des Auflösungsvermögens der Teleskope. Es ist erstaunlich, welche Details Amateure von der Erde aus fotografieren können, das zeigt der Vergleich mit einem Bild des Lunar Orbiter (NASA), das bei der Langen Wand oben links im Kasten zum Vergleich eingefügt ist. Obwohl die unterschiedliche Beleuchtung sehr ungünstig ist, zeigt sich ein große Übereinstimmung in den Details. Ein solcher Vergleich ist auch bei dem Bild von Deslandres angefügt.

In den letzten Jahren hat sich die Technik ständig verbessert, war unser "Halbmondbild" (s. oben) 1997 noch eine derartige Sensation, dass es doppelseitig(!) in Zeitschriften abgebildet wurde, so sind Bilder dieser Art inzwischen nichts Besonderes mehr. Man fragt sich, ob diese Qualitätssteigerung nun uferlos weiter geht. Die Antwort ist eindeutig "nein", die hier gezeigten Bilder hoher Auflösung erreichen eine Grenze, die theoretisch durch die Beugung an der Teleskop-Öffnung vorgegeben ist, eine weitere Verbesserung wäre also nur mit einer größeren Optik möglich. Solche Optiken sind schwer (nur der Tubus alleine über 20kg) und teuer (mit Montierung über 12.000 Euro), und stehen nur sehr wenigen Amateuren zur Verfügung. Man kann sich also bequem im Stuhl zurücklegen und unsere Bilder als reife Leistung genussvoll betrachten. So kommt es auch, dass drei der unten aufgeführten Bilder sofort nach Fertigstellung in einer großen Astronomie-Zeitschrift ("Sterne und Weltraum" Heft 6/2008) veröffentlicht wurden, das Bild der Apenninen wurde sogar in den USA bei LPOD  "Picture of the Day", eine ganz besondere Ehre.

 

Übersichtsbild, bitte Symbol neben der Schrift anklicken:

Schwarz/Gelb: Normales Bild

Rot: Größeres Bild

Roter Kreis: Mosaik, teilweise sehr groß

Schroeter-Tal (zwei Bilder) mit Kratern Herodot und  Aristarch. Das Tal ist bis zu 200km lang. Bei Vollmond leuchtet Aristarch in einem grellen, fast furchteinflößenden überirdischen Licht.  Norden ist im ersten Bild rechts oben.

Gassendi: Durchmesser 80km, Rand bis 3000m, Zentralberg 1200m hoch. Der innere Kraterboden liegt 600m hoch. Gassendi ist die markante nördliche Begrenzung des Mare Humorum.

Pythagoras: 120km Durchmesser, bis 5000m hoch, in der Mitte ein Zentralberg. Links unterhalb Babbage und South, rechts untrhalb Anaximander und Herschel J. Die glatte Fläche im Vordergrund heißt  Sinus Roris

Clavius: Durchmesser 220km, Rand bis 5000m hoch. Die bogenförmige Kraterkette mit abnehmender Kratergröße ist ein bekannter Fernrohrtest. Ganz hervorragende Aufnahme!

Hyginusrille: Dieses Bild ist für ein kleines Teleskop schon fast sensationell gut. Die Rille zeigt viele Details, und die nur 1-2km breiten Bruchrillen am Krater Triesnecker sind hervorragend zu sehen!

Das Bild zeigt die großen Krater Schiller (rechts) und Phoclydes (links), die am SW- Rand des Mondes noch südlich von Schickard liegen. Schiller ist eine längliche Wallebene mit 100x180km Größe

Die Rille oben liegt am Südrand des Mare Nubium. Rechts oben halb sichtbar Pitatus, links darunter Wurzelbauer. Die markante Struktur in Bildmitte ist Weiss (rechts oben) und der dunkle Krater Cichus (links unten).

Aristoteles und Eudoxus: zwei auffällige Krater im Norden des Mondes, mit 100 bzw. 56 Kilometern Durchmesser. Die Ringwälle ragen bis zu 3500m auf. Ganz rechts im Bild ist noch der kleinere Krater Bürg.

Alpental: In den bis zu 4000 Meter hohen Mondalpen liegt das 130km lange Alpental. In Längsrichtung liegt eine extrem schmale Rille im Alpental, die auf diesem hervorragenden Bild sogar bestens zu sehen ist.

Ariadaeus-Rille: Diese Rille ist eine der wenigen ganz großen Rillen auf dem Mond. Sie beginnt nord-östlich der Hyginus-Rille, und ist mindestens ebenso lang wie Diese!

Schickard: Ungewöhnlich große Wallebene mit 200km Durchmesser, umgeben von einem Ringwall von 1300m bis 300ßm Höhe. Im Inneren finden sich zahlreiche Krater und einige Rillen.

Messier und Pickering: Kleine Krater mit ca. 15km Breite und  merkwürdiger Bohnenform. Auffälliger, interessanter "Kometenschweif"!

Janssen: Krater mit über 100km Durchmesser, der von vielen jüngeren Kratern und Brüchen fast zerstört wurde. Er liegt auf dem Mond im Süd-Osten, und ist  bei abnehmendem Mond besonders gut zu sehen.

Eine Punktsingularität verschlingt Ebene Meton. Winzige Schwarze Löcher kommen häufig vor, wenn sie einer Masse zu nahe kommen, wird sie verschlungen! Das zweite Bild ist das Original zu obiger "Spielerei".

Orontius, links am Bildrand, liegt östlich von Tycho, berührt von der Kraterkette (von unten nach oben) Saussure, Huggins, Nasireddin, Miller. Oben rechst Stöfler und Faraday, darunter Licetus und Heraclitus.

Boussingault (im Bild oben rechts) ist ein interessanter Krater mit einem zweiten großen Einschlag in Inneren. Der Krater liegt am Südostrand des Mondes, das Bild ist vertikal gespiegelt.

Wallebene Theophilus: Junger Krater (100km) mit unversehrtem Wall und scharfen Graten, bis 5000m über Innenniveau hoch. Innenwand mit Terrassen, in der Kratermitte gibt es ein mächtiges Zentralgebirge.

Petavius: Duchmesser 160km, teilweise doppelter Wall, bis 3500m hoch. Zentraler Gebirgsstock 1700m hoch, radialer Bruch und Klippenbildung im Inneren des Kraters. Ein sehr interessantes Bild!

Hadley-Rille: Dieses Foto wurde mit sehr hoher Vergrößerung aufgenommen, und ist nach dem momentanen Stand der Technik ganz hervorragend. Die Hadley-Rille war Landeplatz von Apollo 15.

Apenninen: (Morgen)Grauen auf dem Mond, ein böses Bild! Der helle Berg oberhalb der Bildmitte ist der Mt Hygens, 5500m hoch! Rechts oben am Mt Bradley der Krater Conon, ganz links unten Mt Wolff (3500m).

Archimedes, Aristillus, Autolycus (der Größe nach) sind  drei markante Krater westlich des Apennin-Gebirges im Mare Imbrium. Archimedes hat ca. 100km Durchmesser, der Kraterwall ist bis zu 200m hoch.

Tycho: Bei Vollmond dominiert dieser Krater den Süden des Mondes, weil er von einem hunderte von Kilometern langen hellen Strahlensystem umgeben ist, das auf dieser Detailaufnahme natürlich nicht erkennbar ist!

Auf dem Südmond: Stöfler ist der interessante Krater links oben mit mehreren sekundären Kratern. Rechts oben Maurolycus. Licetus und Heraclitus mit Bergrücken verbunden liegen links unten, rechst daneben Cuvier.

Das Bild zeigt den sehr interessanten Krater Posidonius am östlichen Rand des Mare Serenitatis. Unten rechts von Chacornac berührt. Der größere dunkle Krater oberhalb ist Danielle.

Blick wie aus dem Flugzeug auf das am Mondrand gelegene Mare Humboldtianum. Der große Krater links ist Endymion, ganz unten links angeschnitten der Krater Atlas. Rechts unten am Bildrand ein Teil von  Mercurius.

Bullialdus liegt im Mare Nubium westlich der Langen Wand. Die "abgesoffenen" Krater sind links oben Lubinietzky und rechts unten Wolf. Der kleine Krater links unten ist König.

Bild der Region NW von Gassendi. Die "Maus" ist der Krater Sirsalis, durchzogen von der Sirsalis-Rille. Rechts oben und darunter die Krater Hansteen und Billy. Unten links noch relativ auffällig der Krater Fontana.

Ganz unten liegt Bailly, größte Wallebene (290km) auf dem Mond, mit kleinem Krater im Inneren. Die auffälligen drei Krater darüber sind von links nach rechts: Zucchius, Bettinus und Kirchner.

Im Schatten hinter dem auffälligen Berg oben links Krater Cabeus, dahinter Bergspitze der höchsten Erhebung des Mondes (Leibnitz Gebirge 9000m). Bildmitte: Berge bei Legentil. Darunter Casatus mit "Augen", und Klaproth.

In der Bildmitte Wargentin mit auffälligem "hoch liegendem" Kraterboden, rechts daneben Nasmyth und Phoclydes. Oben Schickard. Links mit "Zopfmuster" der Krater Inghirami.

Südrand: Mitte oben leicht links Demonax, rechte Bildmitte Schomberger, darunter Simpelius. Linke Bildmitte Boguslawsky, darunter  Manzinus. Über Schomberger liegen rechts oben Scott und Amundsen.

Links unten Curtius, rechst darüber Moretus, darüber Short. Mitte linker Rand Schomberger, rechts darunter Simpelius. Über Schomberger Scott und Amundsen. Oben rechts Shackleton mit Südpol.

Sinus Iridum: Ein sehr prominentes Feature auf dem Mond, dennoch konnten wir wetterbedingt bisher kein besseres Bild machen. Schirm mit F11 auf Vollbild stellen, und dann aus mehr als 60cm Entfernung betrachten....

 

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Mondfinsternis


Eine totale Mondfinsternis ist ein relativ häufiges Ereignis, das sich gut fotografieren lässt. Da der Erdschatten recht groß ist, verschwindet der Mond auch für lange Zeit komplett. Dass er trotzdem noch gelb-rot bzw. kupferfarben zu sehen ist, kommt durch das in der Erdatmosphäre gestreute und gebeugte Licht, das wie bei einem Sonnenuntergang auf der Erde gelb-rot gefärbt ist. Die Intensität der Färbung ändert sich mit dem Verschmutzungsgrad der Atmosphäre, auch größere Aschemengen von Vulkanausbrüchen machen sich deutlich bemerkbar.

Vom Mond aus müsste ein solche Finsternis ein grandioses Schauspiel sein, die dunkle Erde wäre mit einem hell leuchtenden gelb-roten Saum umgeben!

 

Totale Mondfinsternis, ein Rand wir schon wieder hell, obwohl die Totalität noch nicht beendet ist. Das ist eine Folge des unscharfen Erdschattens, und der Lichtstreuung in der Atmosphäre.

Kupferrote Färbung: Auf diesem Bild ist die kupferrote Färbung bei einer totalen Finsternis sehr gut zu erkennen. Vom Mond aus gesehen leuchtet der Rand der dunklen Erde in dieser wunderbaren Farbe.

Die Mondfinsternis von 2011 haben wir wegen einer schlechten Wettervorhersage nur mit kleinen Gerät angegangen. So hatten wir ohne Stress ein extrem eindrucksvolles Ergebnis.

 

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Geräte und Kurstreffen


Hier werden Bilder von einigen Geräten gezeigt, mit denen wir arbeiten, nicht alle gehören uns. Am wichtigsten sind dabei natürlich die Teleskope, denn ohne ein gutes Fernrohr ist Astronomie nur halb so schön........

 

Das große Celestron C14 ist eine richtige Lichtkanone. Die kleine Sonja hätte darin locker Platz! Rechts der Refraktor, klein aber mit super Optik!

Das Observatorium Königsleiten liegt inmitten einer wunderschönen Landschaft oberhalb eines Stausees und der berühmten Krimmler Wasserfälle.

Zwei moderne, gabelmontierte Cassegrains. Das rechte Gerät steht auf einer Polhöhen-wiege, und eignet sich daher für die Astro-fotografie.

Die kleine Kuppel birgt einen exzellenten 20cm Refraktor von Zeiss, in der großen Kuppel befindet sich ein traumhaftes Spiegelteleskop mit 60cm Öffnung.

Hier hat sich ein Teil des Kurses 2002/3 um unser größtes Fernrohr, ein Celestron C14 mit 35cm Öffnung und 4 Meter Brennweite versammelt.

Essen vorher, nachher und auch mittendrin. Man wird es kaum glauben, aber gelegentlich wurde auch noch ein ganz wenig Astronomie gemacht........

Im Januar 2006 war es wieder höchste Zeit den Orionnebel zu beobachten. Danach kam dann noch gleich der Saturn dran. Es war recht kalt, aber die Luft sehr ruhig, gut für die Saturnbeobachtung!

Links der neu Riesenrefraktor, Geräte dieses Kalibers kosten eigentlich 20.000 Euro!

Rechts das neue Sonnenteleskop, ebenfalls ein 10.000 Euro Teil!

Hier noch ein Vergleich zweier Konzepte für Optiken, der qualitativ extrem hochwertige, teuere, nicht sehr lichtstarke Apochromat  im Vergleich zu einem lichtstarken Spiegel, der auch schwache Objekte zeigt.

Die neue Astronomie-Plattform mit dem 25cm Teleskop ermöglicht seit dem Umbau der Schule eine relativ komfortable Beobachtung mit einem kurzen Weg ins Warme und einem kurzen Weg zum Computeranschluss.

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